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Geschichte der Schule

1546 vollzog sich auch in Leutkirch die Reformation. Ein Großteil der Leutkircher Bürger bekannte sich nun zur Augsburger Konfession, der Rest blieb katholisch. Dadurch spaltete sich auch die Schule in eine evangelische und eine katholische Schule. Hundert Jahre später kam der wirtschaftliche Ruin durch den 30-jährigen Krieg und durch etliche Seuchen. Die Reichsstadt Leutkirch konnte sich davon nie mehr richtig erholen. Die Einwohnerzahl sank zwischen 1500 und 1805 um rund 300 Personen.

Von 1546 bis 1562 hatten die Protestanten die Schule neben der Martinskirche in Besitz genommen. In einem Vertrag von 1562 wurde geregelt, dass die Protestanten das Schulgebäude zurückgeben mussten und dafür zwei Pfründenhäuser bekamen. Diese lagen in der Bachstraße. 60 Jahre später wurden neue Schulhäuser gebaut wegen des schlechten Zustands der alten. Die katholische Schule blieb an der gleichen Stelle und die neue evangelische Schule wurde neben der neu erbauten Dreifaltigkeitskirche errichtet.

Wieder 20 Jahre später wurden Entschuldigungen für Unterrichtsversäumnisse der Schüler eingeführt. An der evangelischen Schule gab es zwei Lehrer, wobei der eine Latein und Deutsch, der andere nur Deutsch unterrichtete. Strafen wurden zu jener Zeit mit der Rute ausgeführt.

1803 - 1876: Der Übergang der Reichsstadt in das Kurfürstentum Bayern und dann wieder in das Königreich Württemberg war ein folgenschweres Ereignis für das politische und religiöse Leben der Stadt. Ab sofort regierten die neuen Herren. Das Schulwesen wurde erst nach bayrischen und dann wieder nach württembergischen Richtlinien verändert. Die Zahl der Schüler betrug damals 145 Schüler in der evangelischen und 19 in der katholischen Schule. Dazu kamen noch Auswärtige. Ab jetzt galt die Schulpflicht. Seit dem Thronverzicht des bayrischen Kurfürsten war die katholische Minderheit nicht mehr benachteiligt. 1819 wollten die Beamten der Stadt eine Lateinschule eingerichtet haben. Es dauerte beinahe 3 Jahre, bis ihr Wunsch erfüllt wurde. Ein großes Problem war das Geld für die Besoldung der Lehrer. Die Stadt war mit einem hohen Schuldenberg belastet. 1822 löste man das Finanzierungsproblem, indem man die dritte Pfarrstelle auflöste. So wurde dann am 11. November 1822 die neue Lateinschule eröffnet. Sie hatte zwei Klassen: eine Elementar- und eine Oberklasse. Mit 8 Jahren traten die Schüler aus der Volksschule in die Elementarklasse der Lateinschule ein. Bei gutem Schulerfolg konnten sie in die Oberklasse vorrücken. Von da aus wurden sie, gute Leistungen wiederum vorausgesetzt, für den Besuch eines Vollgymnasiums vorgeschlagen, das sie in Ulm oder in Ravensburg besuchen konnten.

1877 war die Leutkircher Schule noch eine zweitklassige Anstalt, was sich in den folgenden Jahren stark zum Positiven wendete. Ende des 19. Jahrhunderts wurden erstmals auch Mädchen zugelassen.1920 wurden die Latein- und die Realschule zu einer einzigen Anstalt vereint und 4 Jahre später konnten die Schüler an dieser Schule die Mittlere Reife erwerben. Die Umwandlung zur Oberschule für Jungen erfolgte 1937/38 und wurde 17 Jahre später fortgesetzt, indem die Oberschule zum Progymnasium umgewandelt wurde. 1966 wurde der 10 Jahre zuvor begonnene Ausbau zur Vollanstalt beendet und die Schule war jetzt ein Vollgymnasium. Als die Schülerzahl weiterwuchs, beschloss der Gemeinderat 1974 ein neues Gebäude zu errichten: Das heutige Hans-Multscher-Gymnasium. 1997 wurde unserer Schule ein neuer Musiksaal errichtet und 2000 wurde der neue Computerraum mit 18 neuesten multimediafähigen Computern ausgerüstet, die alle an das Internet angeschlossen sind. In den folgenden Schuljahren wurde das Gymnasium weiter modernisiert, so dass zur Zeit beispielsweise drei Computerräume vorhanden sind.

 

 

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